
Kitesurfen auf Møn
Spots mit Windrichtung, Verbotszonen im Naturschutzgebiet, Kurse für Einsteiger
Kitesurfen auf Møn funktioniert an wenigen, klar benannten Spots: bei Klintholm Havn mit Südwind, an der Nordküste bei Ulvshale, bei Møns Fyr mit starkem Ostwind und auf dem nahen Kitespot Farø mit Flachwasser. Einsteiger lernen auf Farø, Klintholm Havn ist ein Spot für Geübte mit Wellen. Im Wildreservat Ulvshale-Nyord ist Kiten in zwei Zonen verboten. Die Insel heißt im Deutschen oft Mön, auf dänischen Karten und Schildern steht Møn.
Kitespots auf Møn und in der Nähe
Die Windangaben stammen von Møn Surf, vom Tourismusverband VisitSydsjælland og Møn und aus dem Spotguide des SURF Magazins (Januar 2023). Der Guide richtet sich an Windsurfer und nennt Kiter nur bei Farø. Die Windrichtungen helfen dir trotzdem bei der Wahl, Wellen und Strömung betreffen beide Sportarten.
Klintholm Havn
Møn Surf nennt Klintholm Havn bei Wind aus südlichen Richtungen ein starkes Kitespot, für Anfänger aber ungeeignet, weil Wellen laufen und das Wasser tief ist. Das SURF Magazin beschreibt Ost-Südost bis Südost als Windfenster mit moderaten Wellen über Sand, die Hafenmole ordnet die Wellen, eine Strömung ist spürbar. Bei Westwind läuft meist Bump and Jump. Am Hafen gibt es Parkplätze, Toiletten, Gastronomie und einen kleinen Supermarkt. Mehr zum Ort steht auf der Seite Klintholm Havn.
Ulvshale
Der Strand an der Nordküste (Ulvshalevej, 4780 Stege) fällt flach ab und bietet laut SURF Magazin einen großen Stehbereich. Ost- und Nordwind bringen Bump and Jump, starker Nordost schiebt Brandung in die Bucht, ablandiger Westwind macht das Wasser glatt, aber böig. Toiletten, Kiosk und ein Parkplatz in der Nähe sind vorhanden (VisitSydsjælland og Møn, Stand Oktober 2026). Ulvshale liegt im Wildreservat, siehe unten. Der Strand liegt auf der Karte der Naturstyrelsen östlich der Zone Ægholm Sand. Der Ort im Überblick: Ulvshale.
Møns Fyr
Der Spot am Leuchtturm südlich von Møns Klint ist ein Wellenspot für Ostwind ab etwa 20 Knoten. Das SURF Magazin nennt saubere Wellen über vorgelagerten Riffen, Findlinge, spürbare Strömung und wenige Parkplätze in einem Wäldchen. Es empfiehlt ihn eher Fortgeschrittenen. Starker Ostwind kommt dort vor allem im Winter und Frühjahr vor. Hintergrund zur Küste: Kreidefelsen von Møn.
Moenbroen bei Kalvehave
Am Spot an der Brücke zwischen Seeland und Møn weht der Wind laut SURF Magazin am besten aus Ost bis Nord. Das Wasser ist flach mit kleinen Windwellen, am Ufer gibt es einen Stehbereich. Bei starkem Ostwind zieht eine Strömung durch den Ulvsund. Einen offiziellen Parkplatz gibt es nicht, tageweise parkst du nur mit Erlaubnis an der Rezeption des Campingplatzes.
Farø
Farø liegt zwischen Falster und Seeland und ist über einen Straßendamm mit Bogø verbunden (lex.dk). Du startest vom Damm östlich der Farø-Brücke Richtung Bogø. Beidseitig liegt eine große Flachwasserzone mit glattem Wasser, VisitSydsjælland og Møn zählt Farø zu den besten Kitespots Dänemarks und nennt alle Windrichtungen als nutzbar. Das SURF Magazin hält Ost bis Nordost für ideal, Kiter nutzen oft die ablandige Seite. Auf der Straße zu parken ist möglich, aber ungeschützt im Wind. Am Ufer liegen Findlinge, laufe lieber ein paar Meter weiter hinaus. Von Juni bis August bittet VisitSydsjælland og Møn, nur nördlich von Farø zu kiten, der Vögel wegen im EU-Vogelschutzgebiet. Adresse für die Navigation: Farø Vad.
Bedingungen und Saison
Der Wind kommt auf Møn überwiegend aus Osten. Laut Windfinder zeigt die Station Møn Fyr, die nicht mehr sendet, im Beobachtungszeitraum Juli 1999 bis Oktober 2012 ein Jahresmittel von 12 Knoten und Ost als vorherrschende Richtung. Das SURF Magazin empfiehlt im Hochsommer einen 4/3-Neoprenanzug, im Frühjahr und Herbst einen 5/3 mit Haube. An den Spots liegen Findlinge, Neoprenschuhe schützen die Füße. Im Sommer kann Seegras ein Thema sein. Wild campen ist laut SURF Magazin in Dänemark verboten und wird kontrolliert.
An den Kreidefelsen von Møns Klint nennt keine der Quellen einen Kitespot. Dort liegen Stein- und Fossilienstrand unter den Steilwänden.
Regeln und Naturschutz
Wildreservat Ulvshale-Nyord. Laut Naturstyrelsen ist Wind- und Kitesurfing in Hegnede Bugt und im Gebiet Ægholm Sand verboten. Hegnede Bugt ist die flache Bucht südlich von Nyord und Ulvshale, Ægholm Sand liegt nördlich von Nyord. Auf Ægholm und Tyreholm sowie in einer 50-m-Zone um Ægholm gilt ganzjährig ein Betretungsverbot. Auf Sækkesand gilt vom 1. März bis 31. Juli ein Betretungsverbot, auf den Wiesen südlich der Straße über Nyord vom 15. März bis 15. Juli. Die Zonen sind auf der Karte im Faltblatt der Naturstyrelsen eingezeichnet, prüfe sie vor dem Start. Mehr zur Nachbarinsel: Nyord.
Polizeireglement. Das Reglement für Sejlads mit Motorbooten und für Brettsegeln der Polizei von Sydsjælland und Lolland-Falster vom 31. Mai 2013 gilt vom 1. Mai bis 30. September bis 300 m vor der Küste. Das Brettsegeln darf nach § 2 weder andere Schifffahrt noch Badende behindern oder stören und keinen unnötigen Lärm machen. Kitesurfen nennt der Text nicht ausdrücklich. Wer sich daran hält, hat keinen Ärger. Verstöße werden mit Bußgeld bestraft. Hinweisschilder am Strand gehen vor.
Badestellen. Starte nicht dort, wo Badende im Wasser sind. Mehr zu den Stränden findest du auf der Seite Baden auf Møn.
Einsteiger: Schule und Verleih
Møn Surf ist laut eigener Seite von Dansk Sejlunion zertifiziert und unterrichtet mobil: 75 Prozent der Kitestunden finden auf Kitespot Farø statt, direkt an der Autobahnabfahrt nach Bogø und Møn. Basis für Café, Shop und Verleih ist Klintholm Havn. Unterricht buchst du vorab, die Teilnahme setzt sicheres Schwimmen voraus, Kinder unter 16 Jahren kommen nur mit Eltern. Im Schnitt brauchen Schüler laut Møn Surf 8 bis 15 Unterrichtsstunden, bis sie allein üben können. Ein Kurs bei einem Instruktor ist Pflicht, alleine mit eigenem Gerät loszulegen nennt die Schule extrem gefährlich.
Verleih in Klintholm Havn gibt es für Kajaks, SUP und Surfboards. Kitegear leihst du bei Møn Surf im Rahmen der Semi-Privat-Stunde, sie richtet sich an Kursabsolventen, die eine Kite auf 12 Uhr steuern und dabei das Board tragen können. Surfcenter Falster auf Farø (4793 Bogø By) bietet nach VisitDenmark Kurse in Kitesurf, Windsurf und SUP. Kitekollektivet unterrichtet am Feddet bei Præstø.
Anreise und Parken je Spot
Kitespot Farø liegt direkt an der Autobahnabfahrt nach Bogø und Møn (Møn Surf). Die Anreise mit der Fähre beschreibt die Seite Anreise zur Insel Møn, dazu die Seite von Puttgarden über Rødby nach Møn. Parken: Klintholm Havn am Hafen, Ulvshale in der Nähe des Strandes, Møns Fyr nur wenige Plätze im Wäldchen, Farø an der Straße, Moenbroen nur mit Erlaubnis des Campingplatzes.
Unterkunft in Spotnähe
Rund um Ulvshale und Klintholm Havn liegen Ferienhausgebiete, in Ulvshale außerdem ein Dünen-Campingplatz (Møn Strandcamping, Ulvshalevej 236). Du findest sie bei den Ferienhäusern auf Møn und auf der Seite Camping auf Møn.
Unterkunft
Ausgewählte Unterkünfte auf Møn
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Ferienhaus · Klintholm HavnSandetPreise bei Booking.com: Sandet
Ferienhaus · LiselundDanmønhus HyggePreise bei Booking.com: Danmønhus Hygge
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Auswahl nach Gästebewertung bei Booking.com, Stand 30.10.2026.
Karte der Spots
Die Karte zeigt die fünf Spots dieser Seite. Die Verbotszonen im Reservat verzeichnet die Karte der Naturstyrelsen.
- 1: Klintholm Havn (Spot bei Südwind, Wellen, für Geübte)
- 2: Ulvshale Strand (Nordküste, Ost- und Nordwind)
- 3: Møns Fyr (Wellenspot bei Ostwind, Fortgeschrittene)
- 4: Moenbroen an der Brücke bei Kalvehave (Flachwasser, Ost bis Nord)
- 5: Farø Vad (Kitespot östlich der Farø-Brücke, Kurse von Møn Surf)
Mehr Aktivitäten
Neben dem Kiten bietet die Insel Angeln, Panorama-Radrouten und Baden. Alles im Überblick steht unter Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten.
Quellen und Stand
Stand 31.10.2026
- Naturstyrelsen: Ulvshale nyord vildtreservat
- Naturstyrelsen: Folder nyordulvs de web
- mst.dk: Ulvshale nyord
- politi.dk: Cirkulaere om sejlads med motorbaade og vandscootere
- Wikipedia (da): Sydsjællands og Lolland Falsters Politi
- moensurf.dk: Kitesurf lektioner
- moensurf.dk: Om os
- moensurf.dk: Udleje
- Visit Sydsjælland & Møn: Kitesurfing on faroe
- Visit Sydsjælland & Møn: Mon surf
- Visit Sydsjælland & Møn: Kitekollektivet
- VisitDenmark: Surf school surfcenter falster
- surf-magazin.de: Daenemark spotguide mon die besten spots fuer flachwasser und welle
- en.windfinder.com: Mon fyr
- Visit Sydsjælland & Møn: Ulvshale strand
- Lex – Den Store Danske: Farø
- OpenStreetMap Nominatim (Koordinaten)
Häufige Fragen
Wo kann man auf Møn kitesurfen?
Bekannte Spots sind Klintholm Havn bei Südwind, die Nordküste bei Ulvshale, Møns Fyr bei starkem Ostwind und Moenbroen an der Brücke bei Kalvehave. Gleich nebenan liegt Kitespot Farø, der bekannteste Flachwasser-Spot der Region (Møn Surf, SURF Magazin, VisitSydsjælland og Møn, Stand Oktober 2026).
Wo ist Kitesurfen auf Møn verboten?
Im Wildreservat Ulvshale-Nyord ist Wind- und Kitesurfing laut Naturstyrelsen in Hegnede Bugt und im Gebiet Ægholm Sand verboten. Dazu kommen Betretungsverbote für Ægholm und Tyreholm (ganzjährig, Ægholm samt 50-m-Zone) und für Sækkesand (1. März bis 31. Juli).
Welcher Spot ist für Anfänger geeignet?
Møn Surf unterrichtet 75 Prozent der Kitestunden auf Farø und nennt dort Wind, viel Platz und eine Steh- und Anlaufmöglichkeit im Flachwasser als Gründe. Klintholm Havn nennt der Anbieter wegen Wellen und tiefem Wasser nicht anfängertauglich.
Aus welcher Richtung muss der Wind kommen?
Das hängt vom Spot ab. Klintholm Havn funktioniert bei Süd bis Südost, Møns Fyr bei Ost ab etwa 20 Knoten, Ulvshale und Moenbroen bei Ost bis Nord. Auf Farø nennt VisitSydsjælland og Møn alle Windrichtungen als nutzbar.
Gibt es eine Kitesurfschule auf Møn?
Ja, Møn Surf. Die Schule ist laut eigener Seite von Dansk Sejlunion zertifiziert, unterrichtet mobil auf Farø und hat Café, Shop und Verleih in Klintholm Havn. Unterricht musst du vorab buchen. Surfcenter Falster auf Farø (4793 Bogø By) bietet ebenfalls Kitekurse.
Welche Regeln gelten für Kitesurfer gegenüber Badenden?
Das Reglement der Polizei von Sydsjælland und Lolland-Falster gilt vom 1. Mai bis 30. September bis 300 m vor der Küste. Brettsegeln darf Badende und andere Fahrzeuge nicht behindern oder stören und nicht unnötig Lärm machen. Verstöße werden mit Bußgeld bestraft (Stand Oktober 2026).


